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CO2-Card

Basierend auf den vorher dargestellten Konzepten wird ein Diskussionsvorschlag für die Einführung von individuellen handelbaren Emissionsquoten und einer CO2-Card für Deutschland dargelegt.

Grundlage ist ein zu beschließender CO2-Reduktionsplan, der jährlich sinkende Obergrenzen für die deutschen CO2-Emissionen definiert und schließlich im Jahr 2050 zu einer Reduktion der CO2- Emissionen auf 15 bis 20% des heutigen Niveaus führt. Dieser Plan legt auch fest, welcher Anteil der CO2-Emissionen an Privatpersonen ausgegeben wird. Jeder Bürger verfügt dann über ein individuelles CO2-Guthabenkonto, auf das jedes Jahr gemäß des Reduktionsplans kostenlos CO2-Einheiten überwiesen werden. Bei jedem Kauf von Treibstoffen und Energieträgern fürs Wohnen werden CO2-Einheiten von diesem Konto abgebucht. Der Einkauf von sonstigen Produkten, Lebensmitteln und Dienstleistungen wird nicht mit CO2-Einheiten bezahlt. Deren Produzenten und Anbieter müssen selbst die für sie notwendige Menge an CO2-Einheiten am Markt einkaufen. Die Handhabung des CO2-Kontos erfolgt mit Hilfe einer CO2-Card, die in ihrer Funktion mit einer Kreditkarte vergleichbar ist. Dies schafft die Möglichkeit nicht benötigte CO2-Einheiten am Markt zu verkaufen oder aber bei größerem Bedarf zuzukaufen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Handelbare individuelle Emissionsrechte garantieren die Einhaltung der definierten jährlichen Emissionsobergrenzen - im Gegensatz zu einer CO2-Steuer, die in diesem Zusammenhang auch diskutiert wird.

Wird die Karte nicht eingeführt, müssten ordnungspolitische Maßnahmen als Eingriffe in viele Lebensbereiche eine zuverlässige Reduktion der CO2-Emissionen sicherstellen. Zu deren Einhaltung müsste eine enorme Kontrollbürokratie geschaffen werden.

Handelbare individuelle Emissionsrechte sind gerecht, da sie jedem Menschen ein gleiches Emissionsrecht zugestehen. Sie erlauben jedem Menschen unabhängig von seiner sozialen und finanziellen Stellung eine gleiche jährliche Emissionsmenge CO2 .

Die Kosten der Einführung und des Betriebes eines solchen Systems sind nach Studien aus Großbritannien mit denen von Kreditkartensystemen zu vergleichen.

Die Einführung von persönlichen handelbaren Emissionsrechten stellt daher die Freiheit des Einzelnen selbst zu entscheiden, wie und wo persönliche Emissionen reduziert werden sollen, in den Vordergrund.

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© Aachener Stiftung Kathy Beys
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