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Hintergrund

Das Klimaproblem ist ein Symptom der Ressourcennutzung. Die Emissionen, die der Umgang mit Ressourcen im industriellen Stoffwechsel verursacht, befinden sich am Ende der Wertschöpfung in einem vernetzten und komplexen Wirkungsgefüge.

Die Erde hat sich bis heute in über 4,7 Milliarden Jahren entwickelt. In einem  komplexen und vom Menschen noch nicht vollständig verstandenem System laufen evolutionäre Prozesse ab, in die der Mensch seit vergleichsweise kurzer Zeit durch seine Wirtschaftsweise eingreift.

Der natürliche CO2-Kreislauf spielt sich in Hunderten von Millionen von Jahren ab: Abgestorbene Pflanzen und Lebewesen werden in Sedimenten eingelagert. In geologischen Zeiträumen werden sie zu Kohle, Öl oder Gas. Vulkanismus und Gesteinsverwitterung bringen den in den Gesteinen eingelagerten Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre. Von dort wird er von Pflanzen und Lebewesen aufgenommen und eingelagert. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Der Mensch jedoch bringt nun  - in einem beispiellosen Feuerwerk -  den in Kohle, Öl oder Gas eingelagerten Kohlenstoff unverhältnismäßig schnell in extrem kurzer Zeit durch Verbrennungsprozesse aller Art in die Biosphäre. Das über Jahrmillionen eingespielte Gleichgewicht kommt aus dem Tritt, die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre steigt an  und übersteigt die Tragfähigkeit des Systems. Die Menschheit mutet der Erde eine Abbau Leistungsfähigkeit zu, die sie in dem erforderlichen Tempo nicht erbringen kann. Das eingespielte System der Natur wird so aus dem Gleichgewicht geworfen, seine Betriebsweise wird gestört. Die Herausforderung besteht in der Notwendigkeit einer systemgerechten und schnellen Lösung.

 

Kommentierte Links

Hier finden Sie die Website zum Buch "The Discovery of Global Warming" von Weart. Sie ist um vieles ausführlicher als das Buch und gibt einen sehr guten Überblick, in Essayform.

Hier finden Sie den aktuellen <a"http:></a"http:>Forschungsstand des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung zum Thema Klimasystem. Aktuelle wissenschaftliche Forschungsfelder sind u.a. nichtlineare Dynamik der Ökosphäre, kritsche Schwellen und Extremereignisse. Ein Schwerpunkt wird auf so genannte Brennpunkte der Ökosphäre gelegt, d.h. Regionen, in denen eine kleine Störung starke Änderungen des Klimas verursachen kann. Extremereignisse und abrupte Änderungen sind oft Folgen des Überschreitens eines kritischen Grenzwertes. In der Nähe solcher kritischer Schwellen kann eine allmähliche Änderung der Umweltbedingungen zu einer abrupten Änderung im natürlichen System führen.

Hier finden Sie  die Zusammenfassung und ausführliche Dokumentation des interdisziplinären Symposiums mit 15  Nobelpreisträgern "Global Sustainability- A Nobel Cause vom 8. bis 10. Oktober 2007 und  dessen Ergebnis: das sogenannte Potsdam  Memorandum. Eindringlich werden die Hauptherausforderungen geschildert zur Klimastabilisation. Ohne eine weltweite Transformation, wird die Menschheit die Funktionsweise des System Erde irreversibel ändern. Es geht um globale Ziele, Führungsaufgaben, Gerechtigkeit, Innovation, Fondgründungen, Deckelung der Emissionen, Emissionshandel, Kohlenstoffpreis, individuelle Emissionsquoten.

Hier finden Sie  6 Fact Sheets zu: Klimawandel, Gründe und  Konsequenzen, Klimagasreduktion, Adaption und Post-Kyoto-Abkommen.

Hier finden Sie Grafiken über den Verlauf der CO2-Konzentration in der Atmosphäre.